#AlarmstufeRot. Veranstaltungen retten. Jetzt!
Eine Initiative der Eventbranche

Richtlinien und Maßnahmen für Ihre Veranstaltungen

gesundheitsschützende Maßnahmen

Die Kooperationspartner haben Richtlinien entwickelt, um auf Events das Infektionsrisiko zu minimieren, damit sie flächendeckend wieder gestattet werden. Hierzu zählen Maßnahmen für einen umfassenden Infektionsschutz, Hygiene und Desinfektion sowie ausreichenden Abstand.

Dekorativer HintergrundDekorativer Hintergrund

Versammlungsfreiheit ist ein Grundrecht. Es muss möglich sein, Veranstaltungen wieder durchführen zu dürfen.

Deshalb haben die Kooperationspartner eine Handlungsempfehlung mit Leitlinien entwickelt, um auf Veranstaltungen das Infektionsrisiko zu minimieren, damit sie sicher stattfinden können. Hierzu zählen Grundsätze, Maßnahmen und ein Stufenleitplan mit dem Ziel, nach Härtegrad der Inzidenzraten Veranstaltungen, kulturelles Leben und Versammlungsfreiheit zu ermöglichen. Die unterschiedlichen Auflagen für Schutzmaßnahmen können sich auf Bereiche der Veranstaltung erstrecken oder die Gesamtveranstaltung betreffen. Die Schutzgrundsätze haben die Kooperationspartner deshalb als Leitlinien definiert. Diese können mit den Behörden sowie von Veranstalter und Location in einem weiterführenden Stufenleitplan umgesetzt werden. Ziel dabei ist, Veranstaltungen dann mit geringen Auflagen umzusetzen, wenn das Gesundheitsrisiko nur gering ist. Diese Skalierbarkeit wird durch den Stufenleitplan dargestellt. Denn es soll eine Normalität wieder hergestellt werden, wenngleich auch dann grundlegende Hygieneanforderungen einzuhalten sind. Zu den Schutzleitlinien gilt:

  • Stufe A: Veranstaltungen dürfen unter den gängigen Regeln durchgeführt werden, wenn anwesende Personen nachweislich nicht ansteckend sind bzw. bereits Immunität erlangt haben (Sicherstellung durch Abstrichtests am Vorabend oder Schnelltests vor Ort). Alle involvierten und anwesenden Personen müssen ihren Mund-Nasen-Schutz bei sich führen. Es gibt spezielle Regelungen für Mitwirkende und Personal. Des Weiteren sind häufig genutzte Oberflächen regelmäßig zu desinfizieren sowie Desinfektionsmittelspender zu installieren. Grundsätzlich sind für jede Veranstaltung eine manipulationssichere Teilnehmerliste zu führen und zwingend die Hygienevorschriften einzuhalten.
  • Stufe B: Diese Maßnahmen sind zu ergreifen, wenn die Ausführungen der Schutzleitlinie A nicht sichergestellt werden können. Sie enthalten ergänzende Regelungen zur Einhaltung von Mindestabständen und von zusätzlichen Hygienekonzepten, die die Anwesenheit eines Fachbeauftragten für Hygiene voraussetzen. Hierbei muss die Abstandsdefinition und -kontrolle nach Aufenthalts-, Bewegungs- und Sonderflächen differenziert werden, in denen unterschiedliche Regelungen gelten. Auch für An- und Abreise, Transfer und Transport gibt es gesonderte Regelungen sowie für die Belüftung des Veranstaltungsortes und das Catering.
  • Stufe C: Sollten Mindestabstände in einzelnen Bereichen des Veranstaltungsortes gemäß der Schutzleitlinie B nicht umsetzbar sein, gelten erhöhte Hygienebedingungen und -maßnahmen, die behördlich zu genehmigen und vom Fachbeauftragten für Hygiene ausdrücklich zu benennen sind.

Diese Schutzleitlinien werden reguliert durch einen Stufenleitplan zur Durchführung von Veranstaltungen, der die verschiedenen Parameter bewertet.

Lassen Sie uns gemeinsam Lösungen entwickeln, um Events sicherer zu machen und gleichzeitig die Eventbranche in ihrer wirtschaftlichen Existenz zu sichern. Lassen Sie uns gemeinsam diese beiden Ziele mit den politischen Entscheidern erreichen.

wirtschafts­politische Maßnahmen

Die Kooperationspartner setzten sich bei den Regierungen in Bund und Ländern dafür ein, dass die im Überleben gefährdete Veranstaltungsbranche gerettet wird. Der Wirtschaftszweig leidet so exzessiv wie kein anderer, denn er ist am Längsten vom Corona-Lockdown betroffen, beim Überbrückungsprogramm aber vergessen.

 

Die Veranstaltungsbranche schafft 1 Mio. Arbeitsplätze und 130 Mrd. € Kern- und Peripherieumsatz. Damit ist sie der sechstgrößte Wirtschaftszweig. 50% aller Geschäftsreisen nach Deutschland haben Veranstaltungen zum Ziel. 400 Millionen Gäste besuchen wirtschaftlich hochrelevante Veranstaltungen. Die Veranstaltungswirtschaft zu retten, kostet den Staat 1 Mrd. €, für 6 Monate. Das sichert ihm zugleich über 20 Mrd. € jährlich an Umsatzsteuereinnahmen.

Die Branche hat alle Maßnahmen mitgetragen und Lösungsansätze in Form von vier RIFEL-Papieren geliefert.

Am 08.05.2020 veröffentlicht: RIFEL-Handlungsempfehlung zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft

Am 15.06.2020 veröffentlicht: RIFEL-Metastudie zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Veranstaltungsbranche

Wirkungslos: aktuelles Eckpunktepapier der Bundesregierung zum Thema Überbrückungshilfen. Der Titel des Papiers ist irreführend, da seine Bemessungsgrundlagen und Zeiträume zu kurz sind, um die weitreichenden Schäden der Veranstaltungsunternehmen zu lindern. Ein Stützbetrag von 50.000 Euro pro Monat für drei Monate ist schlicht unzureichend. Dieser Wert kann eventuell Betrieben bis 25 Mitarbeitern helfen. Doch für Firmen mit 100 oder gar 200 Mitarbeitern erlauben 50.000 Euro nicht, wirksam Arbeitsplätze zu retten. Dies genügt nicht annähernd für die monatlichen Gehaltszahlungen in einer Situation andauernden Umsatzausfalls von 98 Prozent.

Die Kooperationspartner haben die Hand zum Dialog ausgestreckt. Die Entscheidung, ob Veranstaltungen wieder stattfinden dürfen, können sie der Regierung nicht abnehmen. Sie unterstützen jegliche Maßnahmen zum Interesse des Bevölkerungsschutzes. Gleichzeitig braucht die Veranstaltungswirtschaft Hilfe in ihrer unverschuldeten existenziellen Not. Im Detail werden folgende 6 Forderungen gestellt.

1/6 Überbrückungsprogramm für alle: alle Unternehmensgrößen, alle Kostenarten, alle Krisen-monate.

  • einen Zuschuss von 75% der Fixkosten. Damit tragen die Unternehmen immer noch 25% der Schäden, die ihnen unverschuldet entstanden sind
  • den Zuschuss mindestens in Höhe von 2% des letzten Jahresumsatzes pro Monat
  • eine Laufzeit des Programms vom 01.04.2020 bis mindestens 31.03.2021. Die Mittel müssen umgehend und nichtrückzahlbar bereitgestellt werden und für die gesamte Pandemiedauer
  • einen adäquater Unternehmerlohn, für Einzelunternehmer, Freiberufler, Künstler, mit realistischen Antragsvoraussetzungen. Deren Vermögen wie Lebensversicherung, Sparguthaben, Wertanlagen und Immobilien muss geschützt werden

2/6 Aktuelle Kreditprogramme anpassen. Es muss zusätzliche Liquiditätshilfe geschaffen werden, da die aktuellen Kreditprogramme allein nicht helfen.

  • Kredit-Laufzeitverlängerung auf bis zu 15 Jahre
  • Verlängerung der tilgungsfreien Phasen: je Krisenmonat +1 Jahr alternativ die Flexibilisierung des Tilgungsbeginns bis 2030
  • Abmilderung der überzogenen Rating-Anforderungen
  • Außerkraftsetzung des Going-Concern-Prinzips, alternativ Haftungsfreistellung zu 100%

 

3/6 Hilfe gegen bilanzielle Überschuldung. Trotz aller verfügbaren Maßnahmen verbleibt eine Sockelbelastung durch Fixkosten, die nicht eingespart werden kann. Deshalb entsteht bilanzielle Überschuldung. Sie ist unter aktuellen Möglichkeiten nicht abwendbar, bei 80% der Unternehmen, innerhalb der nächsten 100 Tage.

Die Veranstaltungswirtschaft verliert zurzeit pro Monat einen durchschnittlichen Jahresertrag. Bei den meisten ist das Eigenkapital aufgebraucht, die Überschuldung bereits eingetreten. Zur Rettung wird sofortige Liquidität benötigt. Eine sofort wirksame Liquiditätshilfe über das Instrument des Verlustrücktrags, die hilft, das Überleben der Unternehmen und Millionen Jobs zu sichern

  • die Ausweitung des steuerlichen Verlustrücktrags: je Monate des Veranstaltungsverbots +1 Jahr Rückerstattung zuviel gezahlter Steuern
  • den Mindestansatz des steuerlichen Verlustrücktrags muss 5 Jahre betragen

4/6 Flexibilisierung der Kurzarbeiterregelung: Mitarbeiter dürfen bei 100% Kurzarbeitergeld in ihren Unternehmen arbeiten für notwendige Tätigkeiten. Die Veranstaltungswirtschaft benötigt eine Überbrückungszeit aufgrund längerer wirtschaftlicher Betroffenheit, die auch nach künftigen Lockerungen anhalten wird. Bedingt wird dies durch eine lange Anlaufphase und lange Vorplanungszeiträume für Aufräge, die bereits laufen, aber noch keinen Umsatz bringen.

Die Unternehmen schaffen es auch nicht, die Kurzarbeit voll zu nutzen, da für nicht unmittelbar umsatzrelevante Arbeiten weitere Beschäftigung notwendig ist. Sie kommen nicht ohne Administration, Projektplanungsteam, IT-Abteilung, Unterstützungsmitarbeiter etc. aus, die nicht 100% Kurzarbeit machen können. Damit bleibt ein Sockelbetrag von 15-30% Personalkosten bestehen.

Es muss möglich gemacht werden, Mitarbeiter*innen trotz Kurzarbeitergeldleistung teilweise arbeiten zu lassen, um wichtige Innovations- und Umweltprojekte, Prozessoptimierungen und Projektplanungsleistungen anzustoßen, die die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen sichern (Bsp: Luxemburg, Wiedereingliederungszuschuss für alle Beschäftigten).

5/6 Der EU-Beihilferahmen muss ausgesetzt werden. Die dort vorgeschriebene Limitierung verhindert echte Hilfe für überhart getroffene Branchenunternehmen. 800,0 Tsd. € reichen nicht für Betriebe mit mehr als 35 Beschäftigten. Alle bisherigen Programme reichen nicht aus, um die Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft und damit Millionen Arbeitsplätze zu retten. Die Branche ist durch das Veranstaltungsverbot mit einer Überhärte getroffen, die ein Berufsverbot darstellt. Dies führt zu massenhaftem Unternehmenssterben und vernichtet Millionen Arbeitsplätze. Gefordert wird

  • die Aussetzung des EU-Beihilferahmens für die Phase der COVID-19 Krise in der Veranstaltungswirtschaft
  • die Öffnung der Obergrenze für direkte Hilfen in Höhe von 800,0Tsd. Euro je Unternehmen
  • die Einführung einer Härtefallregelung, um unseren besonders hart getroffenen Wirtschaftszweig direkte Hilfen zukommen zu lassen und Millionen Arbeitsplätze vor dem Aus zu retten

6/6 Für einen Dialog der Regierung mit der Veranstaltungswirtschaft. Auf Augenhöhe. Zwangsenteignung und Berufsverbot stoppen.

Es wurde mehrfach auf die Aufnahme von Gesprächen im Rahmen eines Branchen-Dialogs gedrängt, um die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft in Deutschland zu erörtern und gemeinsam mit der Regierung Lösungen und Wege zu finden, wie ein massenhaftes Unternehmenssterben sowie der Verlust von Millionen von Arbeitsplätzen verhindert und der Erhalt von tausenden von Ausbildungsverhältnissen gesichert werden kann.

 

betrachtenswert

Hier finden Sie hilfreiche Empfehlungen wie die des Landes Hessen. Dort ist es als erstes gelungen, Veranstaltungen wieder zu beginnen.

Weiterbildung

Für Veranstaltungen im Pandemiekontext müssen zukünftig Hygienekonzepte erstellt werden. Deshalb sind Weiterbildungen zu Hygiene, Virologie und Epidemiologie mit medizinischer Expertise notwendig. Dies ist in Zusammenarbeit mit der IHK unter Hochdruck gelungen:

Fachbeauftragter für Hygiene im Veranstaltungswesen

  • Erster IHK-Zertifikatslehrgang. Entwickelt mit medizinisch-wissenschaftlicher Expertise. Aus der Praxis für die Praxis – erarbeitet mit zahlreichen Praxispartnern und den Verfassern des RIFEL-Stufenleitplans. Mitausbildung durch das Institut IKI.
  • Ausschreibung
  • Lehrinhalte der Module
  • Anmeldung
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